Arbeitshilfe zur Expositionsabschätzung innerhalb der Detailuntersuchung veröffentlicht (April 2020)

Erste bundesweit einheitliche Arbeitshilfe zur Expositionsabschätzung auf sensibel genutzten Standorten ist aus Mitteln des Länderfinanzierungsprogrammes „Wasser, Boden und Abfall“ unter Projektbetreuung des LfULG und unter fachlicher Begleitung der LABO erarbeitet worden.

Werden bei der orientierenden Untersuchung von Verdachtsflächen und altlastverdächtigen Flächen gem. § 2 Abs. 4 und 6 BBodSchG Prüfwerte nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 BBodSchG überschritten, ist zur abschließenden Gefährdungsabschätzung i. d. R. eine Detailuntersuchung durchzuführen. Dabei sind auch die maßgeblichen standortspezifischen Expositionsbedingungen mit den Standards, die den Prüfwerten zugrunde liegen, abzugleichen und in der Einzelfallbetrachtung abschließend zu bewerten. Bundeseinheitliche Vorgaben zur fachlichen Ausgestaltung solcher Untersuchungen und zur Bewertung ihrer Ergebnisse lagen bislang nicht vor. Deshalb ist in den Jahren 2017 bis 2019 aus Mitteln des Länderfinanzierungsprogrammes „Wasser, Boden und Abfall“ unter Projektbetreuung des LfULG und unter fachlicher Begleitung des Gesprächskreises Schadstoffbewertung des Altlastenausschusses der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) eine Arbeitshilfe zur Expositionsabschätzung erarbeitet worden.

Der Abschlussbericht ist unter http://www.laenderfinanzierungsprogramm.de/projektberichte/labo/ >B 3.17 veröffentlicht und bietet Behörden, Untersuchungsstellen und Sachverständigen eine fundierte Hilfestellung für die praktische, transparente und nachvollziehbare Bearbeitung vor Ort. Behandelt werden die Wirkungspfade Boden-Mensch (Direktpfad), Boden-Bodenluft-Mensch und Boden-Nutzpflanze-Mensch. Kurze Hinweise sind zum Pfad Boden-Futterpflanze-Nutztier-Mensch enthalten. Als Nutzungsszenarien werden standardgemäß „Kinderspielfläche“, „Wohngebiet“, „Park- und Freizeitanlagen“, „Industrie- und Gewerbegrundstücke“ und „Nutzgarten“ betrachtet, ergänzt um die Nutzungsszenarien „Haus- und Kleingarten“ sowie „Sport- und Bolzplätze“. Die Arbeitshilfe beschreibt als Schritte der Expositionsabschätzung die Standortcharakterisierung (Schadstoffinventar, Nutzungsszenario), die Planung und Durchführung von Untersuchungen sowie die Beurteilung der Ergebnisse zur abschließenden Gefährdungsabschätzung. Ergänzt wird sie durch Anhänge, die eine Checkliste zum Ablauf der einzelnen Bearbeitungsschritte, Stoffdatenblätter für ausgewählte Schadstoffe, einen vertiefenden Methodenteil, drei Fallbeispiele, eine Mustergliederung für Gutachten und eine Zusammenstellung deutschsprachiger Arbeitsmaterialen zum Thema enthalten.

 

 

Ansprechpartner*in bei uns: 

Monika Machtolf (0521-97710-12)

Gerald Krüger (0521-97710-14)

 

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