Sanierung der ehemaligen Chemiefabrik E. de Haën in Hannover abgeschlossen (Oktober 2013)

Im Oktober 2013 wurden in Hannover-List die Sanierungsarbeiten des bewohnten Altstandortes Chemiefabrik E. de Haën abgeschlossen. Bei insgesamt 34 Grundstücken in sechs Sanierungsabschnitten wurden die Bodensanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt.

Im Bereich der ehemaligen, von 1861 bis 1902 betriebenen chemischen Fabrik von Eugen de Haën in Hannover-List finden sich zum Teil erhebliche produktions- und rückstandsbedingte Bodenbelastungen, insbesondere durch Elemente wie Arsen, Antimon und Blei, aber auch durch radioaktive Elemente wie Thorium und Uran.


Die durchgeführten radiologischen und chemischen Untersuchungen und die durch die IFUA-Projekt-GmbH vorgenommene abschließende Bewertung belegten einen Maßnahmenbedarf nach BBodSchV im Hinblick auf den Wirkungspfad Boden-Mensch aufgrund der chemischen und/oder radiologischen Belastungen. Im Hinblick auf die Umsetzung solcher Maßnahmen wurde die IFUA-Projekt-GmbH seitens der Region Hannover mit der Durchführung einer Sanierungsuntersuchung und Aufstellung eines Sanierungsplans gemäß §§ 4, 13 BBodSchG und § 6 und Anhang 3 BBodSchV im Hinblick auf den Wirkungspfad Boden-Mensch für die privaten Flächen beauftragt. Weiterhin waren nach Abschluss von Sanierungsverträgen mit der überwiegenden Mehrzahl der betroffenen Eigentümer die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen auszuschreiben und die Umsetzung der Sanierungsarbeiten zu überwachen.

Die Sanierungsuntersuchung ermittelte die aufgrund der Verschiedenartigkeit der Belastungen möglichen Sanierungsvarianten. Hierbei waren neben den relevanten chemischen Belastungen auch die radioaktive Direktstrahlung sowie der Transfer des radioaktiven Edelgases Radon in Häuser und Wohnungen der betroffenen Grundstücke zu beachten. Die entsprechend abgeleitete Vorzugsvariante, die im Sanierungsplan planerisch umgesetzt wurde, umfasste den unter ordnungsrechtlichen Aspekten zur Gefahrenabwehr sinnvollen und erforderlichen Bodenaustausch auf den Privatgrundstücken bis ca. 35 cm Tiefe sowie eine zusätzliche Bodenüberdeckung von 25 cm, bzw. dort wo dies nicht möglich war, den Bodenaustausch bis 60 cm Tiefe. 

Im Hinblick auf die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen wurden durch die IFUA-Projekt-GmbH mit den Eigentümern der betroffenen Grundstücke Gespräche geführt mit dem Ziel, einvernehmliche öffentlich-rechtliche Verträge auszuhandeln, die die konkrete Umsetzung und die Kostenverteilung beinhalten. 
Die Maßnahmen zur Bodensanierung erfolgten in einem innerstädtischen, dicht bebauten Wohnquartier mit äußerst beengten Verhältnissen und erheblichen Einschränkungen für die Logistik. So waren die Grundstücke für Baugeräte und zu bewegende Materialien weitgehend nur per Kran erreichbar.

Die Sanierung erfolgte im Wesentlichen durch Bodenaustausch. Hinzu kamen spezielle Maßnahmen aufgrund radiologischer Belastungen, die von der Radon-seitigen Sanierung bis zum Umgang mit radiologisch belasteten Abfällen reichten. 

So wurden die durch das Eindringen des gasförmigen Radons betroffenen Häuser im Fundamentbereich abgedichtet, was aufgrund der teils sehr alten Bausubstanz erhebliche technische Schwierigkeiten mit sich brachte und bautechnische Sonderlösungen erforderte.

Für die 2012 bis 2013 durchgeführten Sanierungsmaßnahmen nahm die IFUA-Projekt-GmbH die Aufgaben der örtlichen Bauüberwachung und fachgutachterlichen Begleitung war. Hierzu gehörten insbesondere die Aufgaben in Anlehnung an die HOAI zur Objektbetreuung. Daneben erfolgte die Betreuung und Kommunikation mit Anwohnern und Eigentümern sowie die ständige Teilnahme am Runden Tisch. 

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