Bodenschutz

Strommasten - Untersuchung und Bewertung von Schadstoffimmissionen im Umfeld von sensibel genutzten Freileitungsmasten

Auftraggeber: Amprion GmbH, Dortmund (vormals RWE Transportnetz Strom GmbH, Dortmund) und weitere Auftraggeber

Bis in die 1970er Jahre wurden in Deutschland Stahlkonstruktionen, so auch Freileitungsmasten, in der Regel mit einer Grundierung durch Bleimennige und einem ebenfalls bleihaltigen Anstrich vor Korrosion geschützt. Vor diesem Hintergrund beauftragte die RWE Transportnetz Strom GmbH (heute Amprion GmbH) die IFUA-Projekt GmbH mit der Durchführung einer Pilotstudie sowie im Anschluss mit Erst- und Detai-luntersuchungen im Bereich von sensibel genutzten Maststandorten (Kinderspielflächen, Haus- und Kleingärten sowie Wohngebieten). Zudem war der Frage möglicher Grundwasserbelastungen durch teeröl-imprägnierte Schwellenfundamente nachzugehen.

Im Ergebnis der Pilotstudie konnten Gefährdungen hinsichtlich der Wirkungspfade Boden-Mensch und Boden-Pflanze-Mensch im nahen Umfeld von Freileitungsmasten mit sensiblen Nutzungen durch das Schwermetall Blei nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Des Weiteren wurde nachgewiesen, dass eine Belastung des Bodens durch polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) ausgehend von dem Schwarzanstrich des Mastfußes und der teerölimprägnierter Schwellen möglich ist.

Vor diesem Hintergrund erfolgten und erfolgen sehr unterschiedliche gutachterliche Leistungen für diverse Stromversorgungsunternehmen:

  • Untersuchung und Bewertung der Schadstoffsituation im Bereich sensibel genutzter Standorte zur Gefahrenabwehr
  • Vorsorgeorientierte Bodenuntersuchungen bei geplanten Rückbaumaßnahmen
  • Grundwasseruntersuchungen und –beurteilungen bei Maststandorten mit Holzschwellenfundamenten sowie beim Neubau inkl. Wasserrechtliche Anträge
  • Gutachterliche Begleitung und Dokumentation von Rückbaumaßnahmen; abfalltechnischer Einstufung von Materialien und Böden zur Entsorgung inkl. Überwachung von Wasserhaltungsmaßnahmen
  • Arbeitsschutz und sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination nach BaustellV und DGUV 101-004 bei Rückbau und Neubau
  • Bewertung von Blei-Immissionen
  • Fachliche Beratung und Konzepte inkl. Schulungen und Behördenabstimmungen

Weitere Auftraggeber:

  • RWE Deutschland AG, Essen (vormals RWE AG)
  • Syna Netz GmbH, Frankfurt am Main (vormals Süwag Netz GmbH)
  • Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM), Halle (vormals envia Verteilnetz GmbH)
  • VSE AG, Saarbrücken
  • Westnetz GmbH (vormals RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH und RWE Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz GmbH)
  • Pfalzwerke AG, Ludwigshafen SEWAG Netze GmbH, Lüdenscheid
  • WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal
  • Evonik Power Saar GmbH, Saarbrücken
  • Netz Veltheim GmbH, Porta Westfalica
  • Stadtwerke Bielefeld
  • DB Energie GmbH, Köln
  • Transnet BW GmbH, Stuttgart

Bearbeitungszeitraum: ab 2007

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