Bodenschutz

Ersatzbauwerk Dütebrücke - Bodenschutz bei der Umlagerung von Auenböden im Zuge des Ersatzneubaus der Autobahn A 1 bei Osnabrück

Auftraggeber: Straßen.NRW, Regionalniederlassung Münsterland, Coesfeld / Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Westfalen, Münster

Im Westen der Stadt Osnabrück überquert die Dütebrücke der A1 das Tal der Düte. Festgestellte bautechnische Mängel erfordern einen Ersatzneubau ab 2016. Da der Einfluss der baubedingten Maßnahmen auf die davon betroffenen Böden auf ein Mindestmaß beschränkt werden soll, wurde die IFUA-Projekt-GmbH mit der Bodenkundlichen Baubegleitung (BBB) beauftragt.

Das Aufgaben der BBB reichen von der Konzepterstellung über die Bestandsaufnahme des Ausgangszustandes der potenziell durch den Baubetrieb betroffenen Böden, die Begleitung der bodenschutzrelevanten Maßnahmen für die Baustelleneinrichtung zu Baubeginn, die Begleitung der Routineabläufe bis hin zum Rückbau der bauzeitlich genutzten Flächen mit Baustellenende und der Begleitung der Rekultivierung für die landwirtschaftliche Nutzung.

Ziel ist es in allen Phasen der Baumaßnahme auf die Umsetzung der Erfordernisse des vorsorgenden Bodenschutzes hinzuwirken. Mittels der Bestandsaufnahme der Böden wurde der Kenntnisstand zu deren Eigenschaften nach Aktenlage überprüft und aktualisiert. Es wurde eine bereits vorhandene Veränderung des Wasserhaushalts der ursprünglich vorhandenen Böden durch verdichtet eingebaute Aufschüttungen nachgewiesen. Hierbei wurde deutlich, dass die Grundwasser-beeinflussten Standorte oftmals auch durch Stauwassereinfluss geprägt sind. Im Überflutungsbereich der Düte treten flächenhaft tiefgründig humose, nährstoffreiche Kolluvisole mit Auendynamik auf, die herausragende Funktionen als Wasserspeicher und Schadstofffilter erfüllen. Im Randbereich der Baumaßnahme erfüllen Plaggenesche die Archivfunktion der Kulturgeschichte.

Die Ergebnisse der bodenkundlichen Bestandsaufnahme zeigen, dass bei der Umlagerung von Böden in der Niederung der Düte mit relevanten Massen von humosem Bodenmaterial zu rechnen ist. Bei der Durchführung der Baumaßnahme umfasste die BBB insbesondere die Zwischenlagerung und den Wiedereinbau von umzulagerndem Bodenmaterial sowie die Wiederherstellung der Eignung als landwirtschaftliche Nutzfläche. Die BBB erfolgte in Abstimmung mit den bautechnischen und naturschutzfachlichen Belangen.

Bearbeitungszeitraum: ab 2015

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