Bodenschutz

BBB „Großeneder Börde“ - Bodenkundliche Baubegleitung im Bodenordnungsverfahren „Großeneder Börde“ - Erfassung des Ausgangszustand der Böden

Auftraggeber: Orgelstadt Borgentreich

Zur ökologischen Aufwertung des Fließgewässers Eder in der Warburger Börde zwischen Großeneder und Lütgeneder (Orgelstadt Borgentreich, Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) waren im Rahmen der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL 2013) Bodenumlagerungen geplant. Bei den durchgeführten Bodenuntersuchungen bestätigte sich die Annahme, dass auf Grund der naturräumlichen Gegebenheiten das umzulagernde Bodenmaterial erhöhte TOC-Gehalte (>1 Masse-%) im Unterboden aufweist und als Sonderfall inselartig verbreitet schutzwürdige Böden mit Niedermoortorfen auftreten.

Ziel war es, das Bodenmaterial ortsnah vorzugsweise zur Auf-/Einbringung auf landwirtschaftliche Böden in dem Gebiet des Bodenordnungsverfahrens zu verwenden, anstatt dieses hochwertige Bodenmaterial auf eine Deponie zu verbringen. Im Zuge der Umlagerung war hierbei insbesondere Stoffeinträgen in Gewässer als Folge biologischer Abbau- und Umwandlungsprozesse vorzubeugen. Darüber hinaus waren auch Aspekte des Klimaschutzes zu berücksichtigen.

Die Erfassung der Bodeneigenschaften (z.B. Bodenart, TOC-Anteil, pH-Wert, Carbonatanteil) erfolgte durch die Bodenkartierung mit Probennahme und Analytik an 40 Probennahmestandorten mittels Pürckhauer-Bohrstock bis 1 m uGOK entlang der etwa 2 km langen und 20 m breiten geplante Trasse der Sekundäraue. Für die Bodenansprache wurde die Bodenkundliche Kartieranleitung hinzugezogen. Auf Grund der Ergebnisse konnten Abschnitte mit Vega-Gleyen bzw. Gley-Vegen bei TOC-Anteilen von 1-<4 Masse-% und mit Vega über Moorgley bei 2-<12 TOC-Masse-% abgegrenzt werden. Hinsichtlich der Schadstoffe entsprechen alle Böden der LAGA-Stufe Z 0, so dass eine uneingeschränkte Verwendung möglich wird. Im Zuge der BBB wurde ein Monitoring der Wasserverhältnisse und entsprechend des Grundsatzes „Gleiches zu Gleichem“ die Untersuchung der Böden empfohlen, auf die Bodenmaterial aufgebracht werden sollte.

Bearbeitungszeitraum: 2015 - 2016

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