Bodenschutz

Bustedter Wiesen - Bodenkartierung zur naturnahen Umgestaltung des Brandbaches in Hiddenhausen, Trassenplanung 3. Bauabschnitt

Auftraggeber: Gemeinde Hiddenhausen

Im Zuge der naturnahen Umgestaltung des Brandbaches in Hiddenhausen (Kreis Herford) nach den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie gab es für den dritten Bauabschnitt Hinweise auf die Verbreitung von Niedermooren im Bereich der geplanten Mündung der neuen Trasse in den bestehenden Fließweg. Ziel war es, bei den mit der Neutrassierung verbundenen Bodenumlagerungen mögliche Vorkommen von schutzwürdigen Niedermoortorfen zu erkennen und zur Beweissicherung die Verbreitung und Qualität der Niedermoortorfe zu bestimmen und zu dokumentieren.

Zur Vorbereitung der Bodenkartierung wurde zunächst in Abstimmung mit der Gemeinde Hiddenhausen und der Bürogemeinschaft Objekt & Landschaft (Preußisch Oldendorf) das Konzept zur Auswahl der Lage der Bohrpunkte festgelegt. Bei der Auswahl der Lage der Bohrpunkte wurde dem markierten Verlauf des geplanten Fließweges gefolgt sowie die Kriterien der Flächenrepräsentativität, der Geländeformen und der Nutzung berücksichtigt. Die Bohrungen wurden mittels Handsonde ausgeführt; die Bohrtiefe betrug 2 m uGOK. Am Bohrgut wurden die standort- und bodenbezogenen Parameter gemäß Mindestdatensatz für Untersuchungen nach §2 BBodSchG (Ermittlung/ Bewertung von Bodenfunktionen) anhand von Schlüssellisten der Bodenkundlichen Kartieranleitung eingestuft und dokumentiert. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen das Erkennen und die Beschreibung möglicher (Rest-)Torfvorkommen nach Art (z.B. Erlenbruchwaldtorf) und Qualität (Zersetzungsstufe nach von Post).

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten, dass für den im Untersuchungsgebiet ausgewiesenen Suchraum für Böden aus Niedermoor keine schutzwürdigen Torfvorkommen nachzuweisen sind. Die örtlich im Unterboden angetroffenen stark zersetzten Torfe waren den mineralischen, schluffig-tonigen Bachablagerungen lagig zwischengeschaltet. Auf Grund der aktuell vorherrschenden Belüftungsverhältnisse des Bodens ist auch zukünftig von einem Fortschreiten der Torfzersetzung auszugehen. Bei der geplanten Neutrassierung des Brandbaches im 3. Bauabschnitt liegt demnach keine Gefährdung von Böden aus Niedermoor durch damit verbundene bauliche Maßnahmen vor.

Bearbeitungszeitraum: 2018

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