Forschung & Entwicklung

Immobilisierung von Schwermetallen - Erfolgskontrolle von Immobilisierungsmaßnahmen in Wuppertaler Kleingärten

Auftraggeber: Stadt Wuppertal

Als Ergebnis umfassender Bodenuntersuchungen liegen für das Stadtgebiet von Wuppertal parzellenscharfe Einschätzungen zur Gefahrensituation in Kleingartenanlagen im Hinblick auf die Wirkungs-pfade Boden-Mensch und Boden-Nutzpflanze vor. Vor diesem Hintergrund beteiligte sich die Stadt Wuppertal in den Jahren 2003 bis 2008 an Immobilisierungsversuchen des LANUV NRW und der Universität Bochum. Hierbei wurden in Gärten Versuche zur Festlegung von Schwermetallen im Boden durchgeführt.

Als Fazit hieraus hat die Stadt Wuppertal in 2009 und 2010 Tripelsuperphosphat (TSP) in Verbindung mit einer Kalkung zur Immobilisierung von Schwermetallen auf hoch belasteten Flächen ausbringen lassen. Ziel der vorgesehenen Erfolgskontrolle war es, zum einen die Effektivität der Maßnahme zu beurteilen, und zum anderen eine Aussage zur grundsätzlichen Eignung der Methode der Immobilisierung treffen zu können.

Mit Unterstützung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in NRW und der Bezirksregierung Düsseldorf sollte nun die Wirksamkeit der Maßnahme gezielt durch Abgleich von parzellenscharfen Messdaten vor Durchführung der Immobilisierungsmaßnahme mit Daten zur aktuellen Situation im Boden in einer Auswahl der damals mit TSP beaufschlagten Gärten durchgeführt werden.

Nach Formulierung der Arbeitshypothesen wurde das Untersuchungs-konzept entwickelt. Wesentliche Bestandteile waren dabei Informationen aus vorliegenden Untersuchungen sowie die Integration der Kenntnisse der Kleingärtner zur Auswahl der Parzellen. Nach Durchführung der Geländearbeiten und Vorliegen der Untersuchungsergebnisse wurde die Stichprobe zur Überprüfung der Resorptionsverfügbarkeit nach Immobilisierung ausgewählt. Schließlich lagen ausreichend Daten und Informationen vor, die sowohl eine deutliche Immobilisierung insbesondere für Blei, aber auch Arsen im Boden der unter-suchten Kleingartenanlagen erkennen ließen. Als Fazit konnte die Ausbringung von Triplesuperphosphat und Kalk zur Immobilisierung von Blei und Arsen im Boden als eine erfolgversprechende Maßnahme zur Reduzierung der Schadstoffproblematik in Kleingärten gewertet werden. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich in Bodenschutz 02/20, S.66-72.

Bearbeitungszeitraum: 2015 - 2018

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