Rüstungsaltstandorte

DAG-Gelände Stadtallendorf - Gefährdungsabschätzung, Vorbereitung und Begleitung der Sanierungsarbeiten des größten Rüstungsaltstandortes in Deutschland

Auftraggeber: Hessische Industriemüll GmbH (HIM), Wiesbaden

In Stadtallendorf wurde in 413 Gebäuden auf einer Fläche von ca. 420 ha die größte TNT-Produktionsstätte des "Dritten Reiches" betrieben. Heute finden sich hier industrielle Niederlassungen aus z.B. der Lebensmittel- und Metallindustrie neben kleingewerblicher und sensibler Nutzung als Wohnflächen mit Hausgärten. Das Grundwasser stellt eine regional bedeutende Trinkwasserressource dar.

In der Gefährdungsabschätzung wurde zunächst eine standort-, nutzungs- und schutzgutbezogene Gesamtbewertung des Rüstungsaltstandortes vorgenommen. Für die standörtlich relevanten sprengstoffspezifischen Schadstoffe (insbesondere Nitroaromaten) wurden Boden-Handlungswerte abgeleitet, die die Grundlage für die Genehmigungsverfahren aller Sanierungsmaßnahmen inkl. der erforderlichen Boden-, Abfallbehandlung und Entsorgung darstellten. Im Rahmen der Sanierungs- und Ausführungsplanung für die "TRI-Halde", eine Ablagerung der sprengstoffhaltigen Schlämme aus der Abwasserbehandlung der Sprengstoffproduktion, wurde eine Konzeption zur Qualitätssicherung der Maßnahme mit umfangreichen einzelgewerkspezifischen Arbeitsanweisungen erarbeitet und eine Datenbank programmiert, in der alle Massenströme der Sanierung erfasst und bilanziert wurden. Die Sanierung des gesamten Standortes wurde gutachterlich begleitet und überwacht. Wesentliche Aufgaben hierbei waren die Qualitätssicherung, das Entscheidungsmanagement sowie die Dokumentation der Sanierung und des Sanierungserfolges. Ab 2002 wurde ferner die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo) aller Maßnahmen am Standort übernommen.

Bearbeitungszeitraum: 1993 - 2005

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