Sanierung

Wohngärten in Wanheim-Angerhausen und Hüttenheim - Sanierungsuntersuchung und Sanierungsplanung Wohngärten Duisburg-Süd

Auftraggeber: AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung NRW, Hattingen

IIn den Stadtteilen Wanheim-Angerhausen und Hüttenheim im Süden des Duisburger Stadtgebietes liegen flächenhaft immissionsbedingte Bodenbelastungen insbesondere durch Blei auf privaten Wohngrundstücken vor. Für die Grundstücke mit Maßnahmenbedarf waren eine Sanierungsuntersuchung durchzuführen und ein Sanierungsplan nach § 13 BBodSchG zu erstellen. Bei den betreffenden Flächen handelte es sich zumeist um Hausgärten, vereinzelt auch um weniger intensiv genutzte Gärten (z.B. Abstandsgrün) bzw. Grabeland, Wohnbrachen und einen Kindergarten.

Aufgrund der hohen Anzahl von letztlich 317 Grundstücken, für die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr erforderlich waren, wurde eine grundstücksbezogene Bedarfsermittlung spezifischer Maßnahmen durchgeführt. Zugrunde gelegt wurde hierbei ein Duisburg-spezifisches Bewertungs- und Maßnahmenkonzept, das den depositionsbedingten, insbesondere durch das Schwermetall Blei verursachten Bodenbelastungen Rechnung trägt. Die Festsetzung von Maßnahmenwerten (gebietsspezifische Beurteilungswerte) für Blei erfolgte auf Basis von epidemiologischen Auswertungen von Bleigehalten im Blut von Kindern aus dem Duisburger Süden, den Bleigehalten im Boden sowie den typischen Bodenaufnahmemengen aufgrund der Verteilung der Subnutzungen der betroffenen Gärten.

Anhand des sich hieraus ergebenden grundstücksspezifischen Maßnahmenbedarfs wurde in der Sanierungsuntersuchung nicht eine einheitliche, für alle Grundstücke geltende Maßnahmenvariante abgeleitet, sondern eine Kategorisierung der Grundstücke vorgenommen, die zu einer Herleitung von grundstücksbezogenen vorzugswürdigen Maßnahmenvarianten führte. Um die spätere Sanierung der Vielzahl an Grundstücken in handhabbaren, räumlich und ggf. auch zeitlich getrennten Abschnitten vornehmen zu können, wurden entsprechend räumlichen und logistischen Gegebenheiten sowie den jeweils vorgesehenen Maßnahmen zwölf Sanierungszonen gebildet, die ein einheitliches und zusammenhängendes Vorgehen ermöglichen.

Um eine möglichst große Akzeptanz bei den Eigentümern und Anwohnern zu erreichen, wurde das gesamte Verfahren von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit auf verschiedenen Ebenen flankiert. Als Forum bzw. Instrument dafür wurden Informationsveranstaltungen, Bürgersprechstunden, die Mitwirkung in Arbeitskreisen und Informationsschreiben eingesetzt. Weiterhin standen Mitarbeiter der IFUA-Projekt-GmbH über eine Telefonhotline zur Verfügung, um Betroffenen Auskunft geben und Anregungen aufnehmen zu können. Es galt die Betroffenen über das Ausmaß der Bodenbelastung zu informieren und wie diese in Hinblick auf eine Gefährdung einzuordnen ist. Weiterhin wurden die Zielvorstellungen, die Maßnahmen und die Umsetzung der vorgesehenen Sanierung erläutert. Schließlich wurde den Betroffenen die Möglichkeit eröffnet, eigene Vorstellungen in die Umsetzung der Sanierung auf ihrem Grundstück miteinbringen zu können. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit war, die Betroffenen durch Transparenz und Einbindungen in den Prozess für eine Umsetzung der Sanierung zu gewinnen. Der Abschluss der Sanierungsuntersuchung / Sanierungsplanung erfolgte termingerecht Ende 2016.

Der Abschluss der Sanierungsuntersuchung / Sanierungsplanung erfolgte termingerecht Ende 2016.

Bearbeitungszeitraum: 2015 - 2016

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