Sanierung

Ehemalige Schießanlage in Hamm - Abschließende Gefährdungsabschätzung, Sanierungsuntersuchung und Gewässermonitoring im Depositionsbereich einer ehemaligen Schießanlage in Hamm

Auftraggeber: Stadt Hamm Harpen Immobilien GmbH, Dortmund

Im westlichen Stadtgebiet von Hamm (Westfalen) befindet sich im Ortsteil Pelkum eine im Jahr 1972 genehmigte und in Betrieb gegangene, ehemals jagdlich genutzte Schießanlage. Die Stilllegung erfolgte im Jahr 2010. Das durch den Schießbetrieb beeinflusste Gelände umfasst einerseits den eigentlichen Schießstand und andererseits die forstlich und ackerbaulich genutzten angrenzenden Depositionsflächen von Bleischroten, Wurfscheiben und Schrotbeuteln.

Auf Grund der Merkmale der ehemaligen Trap- und Skeetschießanlage ergab sich für eine Fläche von ca. 25000 m² (2,5 ha) der Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung mit den für Wurfscheibenanlagen unter Verwendung von Flinten mit Bleischrot-Munition relevanten Schadstoffen Antimon, Arsen und Blei sowie PAK.

Die durchgeführte Detailuntersuchung zur abschließenden Gefährdungsabschätzung umfasste folgende Leistungen:

  • Erläuterung der räumlichen Verbreitung der Auftreffbereiche von Bleischrot und Wurfscheiben sowie
  • Abgrenzung der Untersuchungsfläche und deren naturräumliche Grundlagen,
  • Darstellung der Anlagenkomponenten und Nutzungsmerkmale,
  • Darstellung der Analyseergebnisse mit Bewertung der Wirkungspfade und Ableitung notwendiger Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.

Im Ergebnis bestand aufgrund der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen ein Maßnahmenbedarf hinsichtlich der Wirkungspfade Boden-Mensch und Boden-Grundwasser, so dass eine Sanierungsuntersuchung nach den Maßstäben der BBodSchV durchzuführen war. Darüberhinaus war ein Gewässermonitoring durchzuführen, das weiterhin läuft. Die bei der Sanierungsuntersuchung zu berücksichtigenden grundsätzlichen Maßnahmen wurden vorab mit der zuständigen Behörde sowie dem LANUV NRW abgestimmt. Hierzu zählen im Wesentlichen Abtrag und Entsorgung der kontaminierten Materialien, Sicherung der Kontamination vor Ort in einem Sicherungsbauwerk sowie eine Kombination von Schutz-, Beschränkungs- und hydraulischen Maßnahmen.

Bearbeitungszeitraum: 2012 - 2014

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