Wissenschaftliche Beratung

IED-Richtlinie - Recherche zur Schadstoffbewertung im Rahmen der Umsetzung der Industrie-Emissions-Richtlinie (IED)

Auftraggeber: Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband Nordrhein-Westfalen (AAV), Hattingen

Nach Richtlinie 2010/75/EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 über Industrieemissionen (integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung), kurz Industrie-Emissions-Richtlinie (IED) genannt, wird in Artikel 22 (Stilllegung) mit Blick auf eine mögliche Verschmutzung des Bodens und Grundwassers ein Bericht über den Ausgangszustand gefordert, wenn im Rahmen einer Tätigkeit relevante gefährliche Stoffe verwendet, erzeugt oder freigesetzt werden. Dabei stellt sich aus bodenschutzrechtlichen Aspekten unter anderem die Frage, welches die relevanten gefährlichen Stoffe sein können, die zu berücksichtigen sind. Darüber hinaus ist auch zu klären, wie sich die Datenlage für eine quantifizierende Bewertung solcher Stoffe darstellt.

Zur Recherche und Darstellung der relevanten und gefährlichen Stoffe wurden zunächst die Vorgaben der IED-Richtlinie sowie der CLP-Richtlinie ausgewertet und eine Stoffliste erstellt, die alle wichtigen Informationen für die weitere Bearbeitung der Stoffe enthält (Stoffname; CAS-Nr.; Stoffklassen und Gefahrenkategorien). Im zweiten Arbeitsschritt wurden alle relevanten Datenquellen, im Wesentlichen nationale und internationale Stoffdatenbanken und Informationssysteme recherchiert und deren Inhalte, Zielsetzungen, Qualität, Aktualität und ggf. Stoffumfang (ggf. Stofflisten) beschrieben und bezüglich ihrer Bedeutung zur Stoffbewertung charakterisiert. Zur Priorisierung der relevanten und gefährlichen Stoffe wurde schließlich ein einfaches Konzept entwickelt, das es ermöglicht, je nach Fragestellung die Relevanz der Stoffe aufgrund deren Wirksamkeit zu erkennen. Nachdem in Abstimmung mit dem Auftraggeber eine Priorisierung der Stoffe erfolgt ist, wurden für 20 exemplarisch ausgewählte Stoffe die recherchierten Datenquellen überprüft und die Ergebnisse hierzu dokumentiert. Dazu wurden Formate mit unterschiedlichem Detailierungsgrad entwickelt, die sowohl durch Verlinkung der Daten und Informationsquellen einen schnellen Zugriff auf die Originaldaten ermöglichen, als auch eine Einschätzung der Bewertbarkeit der Stoffe erlauben.

Bearbeitungszeitraum: 2012 - 2013

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