Wohngebiete auf Altlasten

Grüngürtel Duisburg-Nord - Gefährdungsabschätzungen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Grüngürtels Duisburg-Nord

Auftraggeber: Stadt Duisburg

Die Stadt Duisburg plant die Schaffung eines Grüngürtels im Duisburger Norden. Die unmittelbar an das dortige Stahlwerk angrenzenden Ortsteile sind geprägt durch Umweltbelastungen, überalterte Bausubstanz, hohe Leerstände, defizitäre Grün- und Freiraumsituationen und fehlende Infrastruktur. Betroffen ist ein Gebiet von ca. 20 ha Fläche, in dem sich ca. 250 Mehrfamilienwohnhäuser, ca. 16 Gewerbebetriebe bzw. Altstandorte, zwei Altdeponien sowie mehrere Kleingartenanlagen befinden.

Hinsichtlich der vorhandenen, als auch der geplanten Nutzung des Gebietes sowie in Bezug auf das Grundwasser sollten Gefährdungsabschätzungen durchgeführt werden. Hierbei waren die immissionsseitig durch die angrenzende Schwerindustrie, die durch die verschiedenen gewerblichen Nutzungen und die durch die montanbedingten Bodenauffüllungen verursachten Boden- und Grundwasserbelastungen zu ermitteln und zu beurteilen. Im Rahmen einer historischen Recherche wurden zunächst die Entwicklung und das Gefahrenpotenzial zu den betroffenen Stadtteilen ermittelt und die verfügbaren Daten ausgewertet. Hierauf aufbauend wurden allgemeine flächenübergreifende sowie spezielle standortbezogene Boden- und Grundwasseruntersuchungen durchgeführt, anhand derer allgemeine Boden- und Grundwasserverunreinigungen festgestellt wurden, die jedoch nicht den gebietsspezifischen Nutzungen oder Besonderheiten, sondern den montanbedingten Einflüssen zuzuordnen sind. Die privat genutzten Wohngärten wurden im Rahmen weiterer Sachverhaltsermittlungen erfasst und im Hinblick auf die relevanten Wirkungspfade ergänzend untersucht. Bei Bestätigung des Gefahrenverdachtes wurden Maßnahmen entsprechend dem Maßnahmenkonzept für Duisburg empfohlen.

Diese umfassen im Wesentlichen Nutzungs- und Verhaltensregeln für die Gärten und ihre Nutzer, nicht aber bodenseitige Sanierungsmaßnahmen. Weiterhin war für eine der im Gebiet vorhanden Altdeponien ein auf das Grundwasser bezogener Gefahrenverdacht festzustellen; diesbezügliche ergänzende Untersuchungen kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass aktuell eine Beeinflussung des Grundwasser nicht festzustellen ist, jedoch eine Ertüchtigung der vorhandenen Deponieabdeckung vorzusehen ist.

Bearbeitungszeitraum: 2008 - 2010

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