Wohngebiete auf Altlasten

Belastungsgebiet Nr. 15 in Duisburg - Weiterführende Arbeiten im Belastungsgebiet Nr. 15 (Dellviertel) in Anbetracht der festgestellten Bodenbelastungen durch Dioxine

Auftraggeber: Stadt Duisburg

Im Belastungsgebiet Nr. 15 ergaben in der Vergangenheit durchgeführte Bodenuntersuchungen insgesamt erhöhte Belastungen mit Cadmium sowie Dioxinen (PCDD/F). Aufgrund der vergleichsweise dünnen Datenbasis waren abschließende Einschätzungen, inwieweit von flächenhaften Belastungen durch Dioxine auszugehen ist, allerdings nicht möglich.

Das Projekt verfolgt nun das Ziel, die Datenbasis unter Einbeziehung einer durchzuführenden Probennahmekampagne zu erweitern und aus statistische Auswertungen abzuleiten, inwiefern von flächenhaften Bodenbelastungen mit Dioxinen auszugehen ist. In der Vergangenheit durchgeführte Auswertungen zur Dioxinbelastung ergeben erste Hinweise darauf, dass mit höheren Dioxingehalten zu rechnen ist, je älter ein Boden ist (d.h. je länger ein Boden unverändert ist) bzw. je geringer der Baumbestand eines betreffenden Grundstücks ausfällt.

Dieses aufgreifend, wurde das knapp 3 km² große Untersuchungsgebiet mit Hilfe multitemporaler Luftbildauswertung (Jahrgänge 1956, 1962, 1972, 1986, 1996, 2012) zunächst blockweise in Hinblick auf das Alter der Flächen und der Dichte des Baumbestand klassifiziert. Zunächst erfolgte eine Messnetzplanung unter flächenrepräsentativer Berücksichtigung der Altersklassen und der Klassen des Baumbestandes. Letztlich wurden im Untersuchungsgebiet 20 zu beprobende Gartengrundstücke festgelegt, für jede Probennahmestelle zudem ein Ersatzstelle. Die Probennahme selbst erfolgte durch einen von der Stadt beauftragten Probennehmer.

Nach Vorliegen der Analytikergebnisse ist eine statistische Auswertung der Daten der aktuellen Kampagne unter Einbeziehung des bereits vorhandenen Datenbestands vorgesehen. Dabei gilt es zu überprüfen, ob sich die bisherigen Thesen zum Einfluss auf den Dioxingehalt im Boden bestätigen lassen, und ob sich damit deutlich unterscheidbare Belastungsbereiche abgrenzen lassen und ob dort bzw. insgesamt von einer flächenhaften Belastung mit Dioxinen auszugehen ist, was – sofern zutreffend – weitere Maßnahmen erfordern würde.

Bearbeitungszeitraum: 2014 - 2015

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